NEIN zum Logistikzentrum Philippsburg

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in Philippsburg

In der GR-Sitzung am 16.10.2018 stellte eine potentielle Investorengruppe die Nachfolgenutzung für das Goodyear-Gelände vor. Ein umweltfreundlicher Gewerbepark sollte entstehen. Mehrere Firmen sollten einziehen, die auch nötige Gewerbesteuereinnahmen versprachen.

Im Stadtanzeiger Nr. 13 vom 27.03.2020 fand sich dann – so nebenbei und leicht zu überlesen – eine kurze Notiz, wonach die Fa. Pfenning logistics hier einziehen wird.

Was war passiert, hatten sich nicht alle Parteien vor den Wahlen gegen einen weiteren Logistiker auf dem Goodyear-Gelände ausgesprochen?  

Die Erklärung könnte die Presseerklärung der Wirth-Gruppe zur Ansiedlung des Logistikers geben: „Obwohl der Ausbau der Hallen noch nicht gänzlich fertiggestellt ist und den Anforderungen für die spätere Nutzung im Gewerbepark eigentlich noch nicht entspricht, hat sich Philippsburgs Bürgermeister Stefan Martus für die Lösung stark engagiert.“

Aha! Dieses Engagement hätten wir auch gerne als Bürger dieser Stadt, z.B. bei der Aufstellung des Lärmaktionsplanes, der schon bei der Aufstellung überholt ist.

Doch wir bekommen stattdessen Lkw, Lkw und schon wieder Lkw.

Wir sollten mit diesen immensen Belastungen leben, sie wären doch „Absolut verkraftbar“, schrieb man sogar in den BNN und betitelte uns immer wieder als die Arbeitsplatz-Vernichter schlechthin. (Als würden weniger problembehaftete Firmen keine Arbeitsplätze und bessere Einnahmen liefern!)

Das sagten uns u.a. die Befürworter, die jetzt noch schnell, nur in ihrem Ortsteil, ein Lkw-Durchfahrverbot hätten.

Danke. Dadurch haben wir jetzt endlich verstanden, was wirklich soziales und solidarisches Verhalten bedeutet.

Deshalb kämpfen wir weiter, „Für ein lebenswertes Philippsburg“ in allen Stadtteilen und freuen uns für alle, denen der LAP wenigstens etwas Erleichterung bringt.



Dieses Resümee dürften viele nach der Vorstellung des Lärmaktionsplanes in der Festhalle gezogen haben.

Eigentlich sollen die vorgeschriebenen Pflichtveranstaltungen Bürgern eine aktive Teilnahme am Gelingen des LAP ermöglichen – eigentlich.

Nachdem Bürger aus der Kernstadt und Huttenheim deshalb voller Hoffnung und mehr als eindringlich ihre Alltagsbelastungen mit immer größerem Verkehr und besonders dem Lkw-Verkehr geschildert hatten, trafen diese allerdings auf keinerlei Empathie.

Nichts, was erkennen ließ, dass jemand Verantwortung übernehmen möchte oder dass eine Bürgerbeteiligung etwas bewirken könnte.

Stattdessen wurde aus dem bereits veröffentlichen, vorläufigen LAP zitiert, der BM belehrte, dass es für alteingesessene Bürger keinen „Bestandsschutz“ gibt, dass man die Empfehlungen der WHO als Stadt nicht berücksichtigen muss (aber könnte!), die falsche Beschriftung der L602 nur ein Tippfehler war (?), usw. …

In Summe erfuhren die Zuhörer ganz genau, was die Stadt, vertreten durch den BM, nicht muss.

Was man nach mehreren Beschlüssen, die massives Lkw-Aufkommen zur Folge haben werden, überhaupt zu tun gedenkt und in Verantwortung müsste - das erfuhr man nicht.

Möglichkeiten zu handeln bietet der § 47 (V.M.,B.-W.) durchaus. Diese Möglichkeit wollte man aber offensichtlich nicht kennen.

Es verwunderte nicht, dass BM Martus auf die unbequemen Fragen der BI wieder einmal nicht antwortete. Auf Fragen, die hauptsächlich darauf abzielten, ob er überhaupt gewillt ist, die Lärmkartierung zum Schutz der Bevölkerung zu ergänzen. So gilt wohl einmal mehr, keine Antwort ist auch eine Antwort. Eine herbe Enttäuschung für alle, die den Versprechungen im Vorfeld der Bürgerentscheide geglaubt haben. 

Dennoch bleibt die Übernahme von Verantwortung für getroffene Entscheidungen. Etwas, das Philippsburgs Bürger erwarten können.

Deshalb erwarten wir mit Spannung die nächste GR-Sitzung. Wir werden sehen, wer sich seiner Verantwortung bewusst ist und wer nicht. Der Auftakt war für uns leider nicht vielversprechend.

Deshalb kämpfen wir weiter „Für ein lebenswertes Philippsburg“ und eine Zukunft in unserer Stadt.



Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,

wir wenden uns heute, im Rahmen der möglichen Bürgerbeteiligung zur Ermittlung der Lärmbelastung in unserer Stadt, mit einem offenen Brief an Sie.

Die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“ e.V. begrüßt die Umsetzung eines kommunalen Lärmschutzplanes nach Vorgaben des Verkehrsministeriums und möchte sich auch in diesem Bereich für alle Bürger der Stadt engagieren.

Den vorgestellten Zwischenbericht der Firma Modus Consult und die zu erwartenden Maßnahmen halten wir allerdings für unvollständig und ergänzungswürdig. Sie sind nach unserem Ermessen nicht ausreichend auf unsere Stadt zugeschnitten, zu minimalistisch in ihrer Planung und werden den Möglichkeiten eines Lärmaktionsplanes nicht gerecht, da sie wichtige Faktoren völlig außer Acht lassen – obwohl diese Faktoren bekannt sind und Ergänzungsmöglichkeiten seitens der Kommune bestehen.

„Für eine zielgerichtete Lärmaktionsplanung ist…es erforderlich, die Lärmkartierung 2017…zu ergänzen. Einzubeziehen sind hier verkehrsreiche Kreis- und Gemeindestraßen oder auch lärmrelevante Straßen …. , insbesondere dann, wenn Wohngebäude nah der Straße stehen.“
(Quelle: V.M., B.-W.)

Unsere nachfolgenden Einlassungen beziehen sich auf den Zwischenbericht der Firma Modus Consult in der Fassung vom 06.04.2020 und den daraus resultierenden Maßnahmen.

Die innerörtlichen Verkehrsbelastungen und die daraus folgenden verkehrsrechtlichen und verkehrstechnischen Maßnahmen sind nicht Gegenstand unserer Betrachtung.

Als Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“ unterstützen wir jedoch jede Entlastung unserer Bevölkerung, da wir um die gesundheitlichen Folgen immenser Lärmbelastung durch den Straßenverkehr wissen.

Unser erster Fokus liegt auf der Lärmkartierung der L 602, einschließlich der angrenzenden und einmündenden Straßen und ihrer Lärmpotentiale.

Die hierfür vorliegenden Zahlenwerte von 2017 gleichen einem Blick in den Rückspiegel. Sie zeigen auf, was hinter uns liegt und lassen deshalb den Blick nach vorne, für ein nachhaltiges Lärmkonzept, nicht zu.

Der vorausschauende Blick, für ein lebenswertes Philippsburg in der Zukunft, fehlt gänzlich. Damit sind keineswegs irgendwelche Visionen oder theoretische Planspielchen unsererseits gemeint, sondern hier müssen ganz konkrete Beschlusslagen des Gemeinderats Berücksichtigung finden.

Gemäß des Gemeinderatsbeschlusses vom 19.12.2018 soll auf dem ehemaligen Kasernengelände ein Logistikzentrum entstehen. Dass dies zu einer massiven Zunahme des Schwerlastverkehrs mit gleichzeitig ansteigenden Lärm- und Schadstoffbelastungen führen wird, können selbst die glühendsten Befürworter der Logistik nicht leugnen.

Ein wesentlicher Aspekt also, der in dem Planvorhaben aber keinerlei Beachtung findet. Unser zweiter Fokus richtet sich auf die Nachfolgenutzung der ehemaligen Goodyear-Produktionshallen.

In der Gemeinderats-Sitzung am 16.10.2018 gab die potentielle Investorengruppe Einzelheiten dieser Nachfolgenutzung bekannt. Entsprechend den Ausführungen dieser Investoren soll auf dem Areal ein Gewerbepark mit einem Gewerbe-Mix aus Klein- und Mittelbetrieben auf energieeffizienten Nutzungsflächen entstehen. Sogar von einer Ansiedlung von Start-ups war die Rede.

Ein weiterer Logistiker wurde ausgeschlossen - damals. Entgegen dieser Beteuerungen fand sich – so nebenbei, im Stadtanzeiger Nr. 13 vom 27.03.2020 - eine kurze Notiz, wonach die pfenning logistics hier einziehen wird.

In den Unternehmens-, Wirtschafts- und Branchen-Nachrichten LOGISTIK HEUTE fand sich außerdem: „Die Wirth Gruppe und die Stadt Philippsburg haben…die Entscheidung getroffen, der Pfenning Gruppe…... flexible Lagerkapazitäten ……… zur Verfügung zu stellen.“

Auch diese aktuellen und künftigen Auswirkungen wurden im Planvorhaben nicht berücksichtigt. Die beiden o.g. Beispiele stehen demnach für abgesegneten, zusätzlichen Verkehr im Bereich der L 602, den Verkehrsknotenpunkten Kasernenstraße und Goodyear- Zufahrt, entlang der Kasernenstraße bis zum künftigen Logistik-Areal bzw. Walthersee und von der L 602 bis zur Zufahrt B 35 und weiter.

Die Zunahme dieser vornehmlichen LKW-Verkehre bedeutet eine massive Belastung für alle in der Umgebung wohnenden Bürger. Besonders betroffen sind dadurch alle Bewohner im Großbereich „Mühlfeldsiedlung“, unsere Huttenheimer Mitbürger und alle weiteren Anwohner im „Lärmbereich“ der genannten Straßen und Strecken.

Den „Betriebslärm“ dieser Firmen und den Umstand, dass aus einem Gewerbegebiet zu Gunsten eines Fremdunternehmers ein Industriegebiet gemacht wurde, lässt der vorliegende Lärmaktionsplan ebenfalls völlig außer Acht, mit Folgen für die Bevölkerung, die wir nicht hinnehmen wollen. Weitere Faktoren, die keine Rolle im Planvorhaben spielen.

Als Bürger/innen dieser Stadt können wir Entscheidungen auf der Basis von zeitgemäßen, vollständigen Planungsdaten und einen folgerichtigen, nachhaltigen Lärmaktionsplan von der Stadtverwaltung und dem Gemeinderatsgremium erwarten.

Die vorliegende LAP-Fassung erfüllt diese Voraussetzungen nach den oben gemachten Ausführungen in Bezug auf die L 602 und die einmündenden Straßen nicht.

Der LAP in der jetzigen Fassung wäre somit schon jetzt obsolet und der Sinn und Zweck des Ganzen verfehlt.

Wir erwarten deshalb, dass unsere Anregungen und Wünsche, entsprechend der Sitzungsvorlage zur GR-Sitzung vom 05.05.2020, Berücksichtigung finden.

„Die Öffentlichkeit hat in dieser Zeit die Möglichkeit, Anregungen und Wünsche zu äußern. Die Ergebnisse dieser Mitwirkung sind bei der Ausgestaltung zu berücksichtigen.“

Sollten Möglichkeiten der Lärmreduzierung nicht im Zuständigkeitsbereich der Kommunen zu finden sein, bitten wir schon jetzt darum, diese bei den verantwortlichen Stellen anzuregen und weisen Sie auf diese durch die Ministerien geschaffene Möglichkeit hin.

Lärm zählt mit zu den größten Umweltproblemen unserer Gesellschaft. …… Neben hohen Gesundheitsrisiken für die betroffenen Menschen entsteht hierdurch auch ein immenser wirtschaftlicher Schaden.“
(Quelle: GR-Sitzung,05.05.2020, TOP 7)

Dem stimmen wir, im Sinne eines lebenswerten Philippsburgs, gerne und mit Überzeugung zu!

Nachdem wir uns so mit dem nötigen Bürger-Engagement an dem künftigen LAP beteiligt haben, hoffen wir nun auf das gleiche Engagement von Ihrer Seite - zum Schutze aller Bewohner dieser Stadt.


Mit freundlichen Grüßen
Die Vorstandschaft der Bürgerinitiative Für ein lebenswertes Philippsburg e.V.



Die Jahreshauptversammlung der BI begann mit einem Jahresrückblick und einer Zusammenfassung zur aktuellen Sachlage. 

Nachdem die Dietz AG am 5.12.2019 einmal mehr verkündete „Jetzt wird in Philippsburg gebaut“, hatte man sich umgehend über den BI-Anwalt Dr. Lieber kundig gemacht.

So ergibt sich folgende aktuelle Faktenlage:

Die Dietz AG hat nach wie vor nur eine Teilbaufreigabe und noch keinen Roten Punkt - es gibt also keine veränderte Sachlage seit Juni 2019!

Der Eigentümer des Geländes ist weiterhin die Fa. BioEnergie Nordbaden GmbH.  Auf Anraten des BI-Anwaltes Dr. Lieber wurde dennoch sicherheitshalber ein Eilantrag zum sofortigen Baustopp am VG gestellt. 

Neben der Klage am VG wegen Ablehnung des Widerspruchs zur erteilten Baugenehmigung und dem Normenkontrollverfahren zum Bebauungsplan am VGHist somit ein drittes Verfahren auf den Weg gebracht. 

Die nächtlichen Anfahrten zum Kasernengelände haben uns gezeigt, was uns blühen könnte, wenn wir die Logistikansiedlung nicht verhindern. Verbotene Nachtfahrten werden trotzdem durchgeführt und die Verantwortlichen interessiert es nicht. Wer sollte sich dann um ein Mehr an LKW-Fahrten oder andere Probleme kümmern?   

Das angelieferte Material wurde inzwischen tatsächlich als arsenbelasteter Aushub von Bruchsal bestätigt. Alles ist wieder ganz harmlos, aber keiner konnte uns bis jetzt glaubhaft erklären, warum Bruchsal dann laut BNN mehr als 307 000 € für den Abtransport des belasteten Materials bezahlt.

Wir bleiben am Ball und haben inzwischen partielle Akteneinsicht über die „Auffüllungen“ auf dem Gelände erhalten, die bereits 2012 (!) begannen und kontinuierlich erfolgten. Wir informieren Sie wieder, wenn wir alle Aufzeichnungen erhalten und durchgesehen haben.

Innerhalb der Jahreshauptversammlung wurde auch die vierköpfige Vorstandschaft der BI entlastet und wiedergewählt. Die gesamte Vorstandschaft bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und arbeitet auch im neuen Jahr gemeinsam mit allen Mitgliedern weiter, „Für ein lebenswertes Philippsburg“ und eine Zukunft in unserer Stadt.



In Philippsburg nehmen die Aufregungen kein Ende. Nachdem eine besorgte Bürgerschaft vergeblich im Stadtanzeiger nach einer Stellungnahme ihres Bürgermeisters zu den nächtlichen arsenbelasteten Ablagerungen auf dem Gelände der ehemaligen Salmkaserne suchte, erhoffte man sich Aufklärung in der letzten Gemeinderatssitzung – doch vergeblich.
In der vollbesetzten Sitzung strich Bürgermeister Martus, völlig überraschend für Zuhörer und Teile des Gemeinderates, die beiden letzten Tagesordnungspunkte „Fragen u. Anregungen“ der Bürger bzw. Gemeinderäte. Einem sichtlich erbosten Gemeinderat der Freien Wähler verbot er dabei rigoros das Wort und auch Mitgliedern der CDU wurde die Möglichkeit zur Äußerung versagt.
So entlud sich der Zorn einiger Gemeinderäte auch noch nach der Sitzung, während die besorgten, nun aufgebrachten Bürger abermals mit ihren Fragen allein gelassen wurden.

Für die BI „Für ein lebenswertes Philippsburg“ setzte der Bürgermeister mit solchem Verhalten seinen rücksichtslosen Kurs mit dem Endziel Logistikansiedlung fort, verstieß einmal mehr gegen geltende Regeln und verhinderte so einen Informationsaustausch bzw. unliebsame Fragen aus der Bevölkerung und dem Gemeinderat.
„Es reicht!“, so die Sprecherin der BI, „ Auch ein Bürgermeister kann nicht machen, was er will.“
Kurz zuvor hatte Bürgermeister Martus einmal mehr die Veröffentlichung eines Artikels der BI im örtlichen Stadtanzeiger verhindert - ohne Gründe anzugeben. Nun zog die BI aus dem neuerlichen Vorfall ihre Konsequenzen und legte offiziell Beschwerde bei der Kommunalaufsicht ein. Man möchte sich das Recht zur freien Meinungsäußerung nicht nehmen lassen und keine weiteren Verstöße hinnehmen.

Neben diesen Vorfällen trübt eine desolate Finanzlage die Zukunftsaussichten der Stadt. Tobias Kammerer, zuständig für das Finanzmanagement der Stadt, sprach Klartext und erläuterte, dass das städtische „Defizit“ nach aktuellen Berechnungen bis 2023 auf 13,4 Millionen anwachsen werde. Kein Wunder, nachdem zwei Arbeitgeber als potente Steuerzahler wegfallen und dafür kein Ersatz gefunden wurde.
Umso unverständlicher ist deshalb, dass die Verantwortlichen das letzte „Sahnestückchen“ in Philippsburg (das ehemalige Kasernengelände) kampflos einem Unternehmer überließen, der an seinem Stammsitz Gewerbesteuer bezahlt - statt alles dafür zu tun, dass sich dort ein Unternehmen niederlässt, welches der Stadt adäquate Steuereinnahmen (und weniger Belastungen!) bringt.
Hinzu kommt noch, dass auf dem riesigen Areal vergleichsweise wenig Arbeitsplätze entstehen sollen. Mittlere Gewerbebetriebe liefern hier oft in Relation zum Geländeverbrauch eine deutlich bessere Ausbeute.
Vielen Bürgern dürfte nach der Sitzung auch klar geworden sein, wie unrealistisch manche Wahlversprechen waren.
Die in Aussicht gestellte zweite Zufahrt zum geplanten Logistikzentrum, die angeblich zur Entlastung der Bevölkerung gebaut werden sollte, war und ist nicht finanzierbar. Das müssen alle gewusst haben, die über Faktenkenntnis verfügten!

Es dürfte außerdem nur eine Frage der Zeit sein, dass sich in Philippsburg Gebühren erhöhen und Zuschüsse wegfallen. Eine Situation, die besonders junge Familien treffen wird, denn auch die Kinderbetreuungskosten werden in Philippsburg, entgegen dem letzten Beschluss, doch ansteigen müssen – ein Wahlgeschenk, aber auf Dauer eben nicht haltbar.
Alles in Allem mehr Schein als Sein in Philippsburg, mit Folgen, die sich jeder selber ausmalen kann.



Wie allgemein bekannt ist, beschränkt sich der Internet-Auftritt der „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Philippsburg“ auf die  Veröffentlichung diverser Artikel zum Thema „Ansiedlung eines Logistikzentrums auf dem Gelände der ehemaligen Salmkaserne“ in unserer Stadt.

Unsere BI hält sich bewusst nicht in den Diskussions-Foren der „sozialen“ Netzwerke auf und ist dort allenfalls durch weitergeleitete Artikel indirekt vertreten.

Wir wollen  nicht Teil von Plattformen sein, in denen es oft nicht um einen sachlichen Austausch von Meinungen geht und kommentieren dort auch keine gemachten Aussagen. 

Diesen Standpunkt vertreten wir weiter und machen dennoch heute eine Ausnahme.

Grund hierfür ist die Veröffentlichung eines Berichtes der „Hügelhelden“ im Internet mit dem Titel „Besuch auf der XXL-Baustelle am Bruchsaler Bahnhof“.

Dieser Bericht beginnt so harmlos, wie es der Titel vermuten lassen sollte, mit einer Lobeshymne auf die Logistikbranche und ein Unternehmen, das den Abtransport des arsenbelasteten Aushubes von Bruchsal nach Philippsburg organisiert.

Danach erklärt der Verfasser im fortlaufenden Text den Aushub kurzerhand als „nicht gesundheitsgefährdend“, bescheinigt dem Ganzen noch wegen der kurzen Wegstrecke (!) eine gute Umweltbilanz und bezeichnet allen Ernstes die ganze Angelegenheit als klassische Win-Win-Situation zwischen Bruchsal und Philippsburg.

Seine Begründung: „ Bruchsal hat Aushub abzugeben, Philippsburg braucht ihn“, und weiter „Dort wird die Erde genutzt um den Baugrund....des neuen Logistikzentrums ...

hochwassersicher zu erhöhen.“ 

Eine Begründung, die jeden faktenkundigen, besorgten Philippsburger fassungslos machen muss.

Mit dem angeblichen „Hochwasserschutz“ und den letzten Zeilen seines Berichtes dokumentiert der Verfasser selber eindrücklich, was viele von uns schon ahnten – manchmal ist eben auch ein „Held“ nur ein Bauer auf einem Schachfeld.

Deshalb unser Kommentar an den oder die  Verantwortlichen des Berichtes:

„Wir akzeptieren, dass jemand eine andere Meinung zur Logistikansiedlung hat und vertritt. Wir leben auch „Für unsere Stadt“ damit, dass eine aggressive „Befürworter-Szene“ Stimmung gegen uns im Internet macht, mit Auswürfen zum Fremdschämen. Aber wir nehmen nicht hin, dass man jetzt alle Philippsburger durch einen solchen Artikel beleidigt und uns als intelligenzlose Dummköpfe hinstellt, die jeden Mist schlucken!“



Einmal mehr fiel ein Bericht der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“ der örtlichen Stadtanzeiger-Zensur zum Opfer.

Eine Begründung nannte man uns nicht.

Während die Speyerer Bürgermeisterin ihre Stadt mit gewünschter Bürgerbeteiligung und innovativen Ideen in eine Zukunft führt, fällt man in Philippsburg anscheinend immer mehr in die Zeiten der Adelsherrschaft zurück - leider.

Unsere Bürgerinitiative wird Sie dennoch weiter informieren, uns sind freie Meinungsäußerung und Bürgerbeteiligung wichtig. 

Wir wünschen uns eine Zukunft in und für unsere Stadt.

Besuchen Sie uns deshalb regelmäßig auf unserer Homepage – bis hierher reicht kein Zensur-Arm.

B. Liebel

Hier der „zensierte“ Bericht:

Die Entscheidung fällt vor dem VG und dem VGH!

 

Es gab wieder eine Bauankündigung der Fa. Dietz für das geplante Logistikzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Salmkaserne.

Die BI, die sich schon lange erfolgreich gegen eine Ansiedlung des Mega-Logistikzentrums wehrt, nimmt es gelassen.

Vorstandschaft und Mitglieder haben sich mithilfe ihres Anwaltes auf alle aktuell möglichen Szenarien vorbereitet und die finalen Entscheidungen fallen somit beim VG und VGH-Baden-Württemberg.

Weit besorgniserregender findet die BI, dass zum und auf dem ehemaligen Kasernengelände wieder verstärkt nächtliche LKW-Fahrten und Bewegungen stattfinden.

Die Fahrroute eines der nachts fahrenden LKW wurde von Seiten der BI,

mit Bestimmungsort, Zeitangabe und Kennzeichen des LKW, dokumentiert.

Die BI prüft deshalb einen Zusammenhang mit dem Abtransport von arsenbelastetem Material aus Bruchsal.

Dieses Material umfasst 10.000 Kubikmeter und soll, laut BNN-Bericht vom 29.11.2019, mit 800 LKW-Fahrten auf einer „Deponie“ entsorgt werden. 

Nachdem die BI bereits 2018 Auskünfte vom zuständigen Landratsamt über abgelagertes und belastetes Z1.2 und Z2 Material auf dem Kasernengelände forderte und die Begrifflichkeit einer „Deponie“ in diesem Zusammenhang vom LRA vehement abgelehnt wurde, fragt man sich jetzt natürlich, ob das Material aus Bruchsal nach Philippsburg gebracht wird und dort zwischenzeitlich dann doch eine „Deponie“ eingerichtet wurde.

Weiter stellt sich die Frage, ob der plötzliche Baubeginn mit den Nachtfahrten in Zusammenhang steht – nach dem Motto „Deckel drauf“ und alles ist gut.    

Eine Erklärung für die nächtlichen LKW-Fahrten gab es für die Bevölkerung von offizieller Seite nicht.

Einmal mehr dürfte nun BM Martus in Erklärungsnot geraten, der immer wieder durch mangelnde Transparenz in die Kritik gerät.

Außerdem fürchtet die BI dies könnte bereits ein kleiner Vorgeschmack für die Bevölkerung gewesen sein, wie willig die Unternehmer auf dem Kasernengelände sich künftig an geltende Regeln halten werden. 



Jetzt Mithelfen & mitmachen!

Wer sich mit engagieren möchte, kann uns auch per E-Mail über info@lebenswertes-philippsburg.de erreichen oder über das offizielle Kontaktformular.
 
 
 

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