Bürgerinitiative sieht der erneuten „Bauankündigung“ gelassen entgegen und befürchtet Schlimmeres.

Wieder eine Bauankündigung der Fa. Dietz für das geplante Logistikzentrum auf dem Gelände der ehemaligen Salmkaserne in Philippsburg.
Die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“, die sich schon lange gegen eine Ansiedlung des Mega-Logistikzentrums wehrt, nimmt es gelassen.
„Für uns fällt die Entscheidung über Bau oder Nicht-Bau vor dem VGH-Baden-Württemberg“, hört man von der Sprecherin der BI.

Kaserne

Weit besorgniserregender findet man in Philippsburg, dass zum und auf dem ehemaligen Kasernengelände wieder verstärkt nächtliche LKW-Fahrten und Bewegungen stattfinden.
„Wir sind mehr als besorgt und werden um Aufklärung bei den verantwortlichen Stellen bitten“, hört man aus den Reihen der BI.
Die Fahrroute eines der nachts fahrenden LKW wurde von Seiten der BI, mit Bestimmungsort, Zeitangabe und Kennzeichen des LKW, dokumentiert.
Die BI prüft deshalb einen Zusammenhang mit dem Abtransport von arsenbelastetem Material aus Bruchsal. Dieses Material umfasst 10 000 Kubikmeter und soll, laut BNN-Bericht vom 29.11.2019, mit 800 LKW-Fahrten auf einer „Deponie“ entsorgt werden.

Nachdem die BI bereits 2018 Auskünfte vom zuständigen Landratsamt über abgelagertes und belastetes Z1.2 und Z2 Material auf dem Kasernengelände forderte und die Begrifflichkeit einer „Deponie“ in diesem Zusammenhang vom LRA vehement abgelehnt wurde, fragt man sich jetzt natürlich, ob das Material aus Bruchsal nach Philippsburg gebracht wird und dort zwischenzeitlich dann doch eine „Deponie“ eingerichtet wurde.
Außerdem stellt sich die Frage, ob der plötzliche Baubeginn mit den Nachtfahrten in Zusammenhang steht – nach dem Motto „Deckel drauf“ und alles ist gut.

Eine Erklärung für die nächtlichen LKW-Fahrten gab es für die Bevölkerung von offizieller Seite nicht.
Einmal mehr dürfte nun Bürgermeister Martus in Erklärungsnot geraten, der immer wieder durch mangelnde Transparenz in die Kritik gerät.

Autor: B. Liebel
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