Transparente gegen geplantes Logistikzentrum

Die Bürgerinitiative (BI) für ein lebenswertes Philippsburg verstärkt den Widerstand. 15 große Transparente sind bereits an verschiedenen Plätzen aufgestellt. Jetzt hängt ein weiteres am Ortseingang von Huttenheim aus Richtung Neudorf. In dicken Lettern ist zu lesen: „Philippsburger wehrt euch. Nein zum Logistikzentrum.“ Auch mit dieser Aktion bereitet sich die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“ auf die zwei von ihr durchgesetzten Bürgerentscheide vor.Vorgesehen sind Plakate, Banner, Flyer, Infostände und Veranstaltungen, um die Hauptbedenken zu verdeutlichen: Die Einwohner befürchten, wie es heißt, zunehmenden Lärm, mehr Abgasbelastung, gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Feinstaub und hohe Verkehrszahlen, die zu einem Verkehrschaos führen.

Für die BI handelt es sich, wie in ihrem Flyer steht, um ein „monströses Logistikzentrum“. Gelockt werde mit ungewissen Arbeitsplätzen, wozu niemand irgendwelche Angaben machen will, um sich hinterher nicht rechtfertigen zu müssen. Auch bestehe keine Aussicht auf finanzielle Vorteile, etwa durch Gewerbesteuereinnahmen, die nachweislich nicht fließen, so die BI. Verwiesen wird auf Aussagen der Bürgerinitiative in Wiesental, die sich dort vor zwei Jahren gegen das geplante Dietz-Logistikzentrum erfolgreich wehrte. Nach offiziellen Aussagen hätte das Projekt „bis zu 80 mögliche Arbeitsplätze“ geboten. Nach Schätzungen der BI wäre hingegen der LKW-Verkehr um mindestens 800 LKW-Fahrten pro Tag gestiegen.

Inzwischen sind in Philippsburg zwei Bürgerbegehren angestrengt. Das erste Bürgerbegehren richtet sich gegen den Bebauungsplan, der auf dem ehemaligen Kasernengelände ein großräumiges Logistikzentrum ermöglicht. Beim zweiten Bürgerbegehren geht es um eine geplante zweite Zufahrt mit einer Eisenbahnüberführung: für die BI ein Millionengrab zu Lasten der Philippsburger Steuerzahler. „Wir sehen darin eine Einladung zu massivem Verkehr in und um Philippsburg und Huttenheim“, betont BI-Sprecherin Brigitte Liebel und verweist auf das große Interesse von Logistikern auf das Goodyeargelände. Bei einer Gesamtfläche von rund 65 Hektar für mögliche Logistikzentren rechts und links der L 602 sei ein permanentes Verkehrschaos zu befürchten – wovon auch andere Wohngebiete und Stadtteile nicht verschont bleiben, weil dann Ausweichstrecken benötigt würden. Für das erste Bürgerbegehren waren 954 Unterschriften zusammengekommen, für das zweite 887. Notwendig sind aber nur 670, also sieben Prozent der Wahlberechtigten in der Gesamtstadt. „Wir hoffen immer noch auf die Einsicht des Bürgermeisters und der Gemeinderatsmehrheit, damit wieder Frieden in die derzeit gespaltene Stadt einkehrt“, lässt die BI wissen.


Quelle:
Ausgabe SÜWE - Wochenblatt Bruhrain - Nr. 142, Mittwoch, 12.09.2018
Autor: Werner Schmidhuber
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