NEIN zum Logistikzentrum Philippsburg

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in Philippsburg

Am Fastnachtssamstag nahm unsere BI erstmalig an einer gemeinsamen Aktion der vernetzten Bürgerinitiativen teil.

Aufgerufen hatte hierzu die BI Neu-Eichenberg. Dort plant die Dietz AG die Errichtung eines Logistikzentrums in 80 ha Größe, auf hochwertigem Ackerboden, inmitten kleiner Dörfer und wieder zu Lasten der einheimischen Bevölkerung.

Schon im Dezember vergangenen Jahres hatte man deshalb vor Ort zu einer Demonstration aufgerufen, an der sich laut BI ca.1000 Menschen und über 50 Traktoren beteiligten.  

Am letzten Samstag startete dann ein entschlossener Demonstrationszug aus verschiedenen Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und besorgten Bürgern vom Bahnhof Bensheim in Richtung Firmensitz der Dietz AG.

Angeführt von Traktoren machte man sich dort lautstark bemerkbar und zeigte, dass der Logistikpark nicht willkommen ist und Bürger ihre Stimme erheben, wenn man sie  und ihren Lebensraum nicht schützt.

Deshalb arbeiten auch wir weiter „ Für ein lebenswertes Philippsburg“ und mit der Erkenntnis, dass wir im Kampf für unser direktes Lebensumfeld nicht alleine sind und „lauter“ werden.



Ausgerechnet die größte Befürworter-Partei für das Riesenlogistikzentrum, die SPD, die für massiven LKW-Verkehr in Philippsburg, Huttenheim und Rheinsheim in den nächsten Jahren mitverantwortlich sein wird, setzt sich jetzt für ein Durchfahrverbot  für LKW in Rheinsheim ein, wo zeitweise mit mehr Verkehr durch Sanierungsarbeiten an der Salierbrücke gerechnet wird! 

Das hat Aussagekraft und bekommt einen schalen Beigeschmack, wenn man sich an die Aussage des 1. Vorsitzenden dieser Partei in den BNN vom 06.10.18 erinnert. Dieser Vertreter der Partei aus Rheinsheim äußerte nämlich, die jahrelangen Belastungen durch die Logistik wären doch „absolut verkraftbar“ und  „selbstverständlich sollten die Anliegen aller Bürger berücksichtigt werden“.      

Nur – die Philippsburger Kernstadt hat man dann wohl vergessen, Huttenheim scheint für diese kommunalen Vertreter überhaupt nicht zu existieren, Solidarität sowieso nicht und manche Meinung ändert sich offensichtlich schnell, wenn man sich selbst betroffen glaubt.

Wir „unterrepräsentierten“ Bürger können unsere Existenz also nur bei der anstehenden Kommunalwahl anmelden und mit unserer Stimme für ausreichende Vertretung unserer berechtigten Interessen sorgen.

Neben diesem Aufreger der Woche, erhielt die BI aber noch eine sehr positive Nachricht. Wir sind jetzt rechtskräftig als gemeinnütziger Verein (e.V.) eingetragen.

Eine Gemeinnützigkeit, die die aktuellen Hetzer auf Facebook nie erreichen werden. Denn sie  braucht kein Mensch, und Politiker, die sie anheizen, auch nicht. 

Beide sind gefährlich – für uns alle.

Die BI kämpft weiter „Für ein lebenswertes Philippsburg“, steht für freie Meinungsäußerung und spricht sich eindeutig gegen diese Internethetze aus! 



Die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“ erklärt sich solidarisch mit der Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Neu-Eichenberg“.

Wir unterstützen ihren Kampf gegen Bodenversiegelung und die Errichtung eines Logistikzentrums in Neu-Eichenberg durch die in Bensheim angesiedelte Dietz AG.

Die politischen Prozesse in Neu-Eichenberg und Philippsburg scheinen identisch abzulaufen.

Überzeugen Sie sich selbst auf der Webseite der BI Neu-Eichenberg.

neb-bleibt-ok.de

Wir planen 2019 auch in Bensheim gemeinsame, kreative Aktionen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen! Wir werden kein Logistikgebiet in unseren Gemeinden dulden.

 

Dietz – mach Dich vom Acker!

 

Die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Philippsburg“ bekundet ihre Solidarität mit der Bürgerinitiative Weinheimer Breitwiesen (breitwiesen.eu).

Aktuell soll in Weinheim die „Hintere Mult“ in ein Gewerbegebiet verwandelt werden. Die Weinheimer BI „Breitwiesen“ setzt sich dafür ein, die „Hintere Mult“ für die Landwirtschaft und Naherholung zu erhalten.



Die BI „Für ein lebenswertes Philippsburg“ erfährt nach wie vor viel Zuspruch über die Grenzen des Philippsburger Einzugsgebietes hinaus. Hierfür sagen wir heute „DANKE“!

Neben Einzelpersonen, die uns immer wieder ermutigen, haben auch mehrere Bürgerinitiativen Kontakt zu uns aufgenommen.

Nach kurzem Informationsaustausch war schnell klar, dass sich unsere Probleme auffallend ähneln: Bestimmte Firmen suchen sich kleine, überforderte Gemeinden aus. Es soll Logistik gegen ungewisse Arbeitsplätze angesiedelt und ganz nebenbei Boden „versiegelt“ werden. Die Bewohner dieser Gemeinden sind immer die Leidtragenden und Verlierer.

Offenbar findet hier eine (gewollte?) Problemverlagerung in den ländlichen Bereich statt. Dies funktioniert natürlich nur, wenn Bürger und Kommunalpolitik mitspielen.

Unsere BI wehrt sich weiter dagegen. Deshalb werden wir den Kontakt zu den anderen Bürgerinitiativen halten, Informationen austauschen, gemeinsame Aktionen planen und so den Druck erhöhen. Wir vernetzen uns – vielleicht bald bundesweit.

Aktuell haben wir gegenseitige Solidarisierungsschreiben veröffentlicht. Dies wird allerdings erst der Anfang unserer gemeinsamen Arbeit sein.

Eines haben wir inzwischen alle gelernt: Ämter geben uns Auskunft, sie unterstützen uns aber nicht in unserem Kampf für ein lebenswertes Umfeld. Hier müssen wir selber aktiv werden und bleiben.

Wie schnell man sich mit der Ansiedlung eines Logistikzentrums verrechnen kann, konnte man am 2. Februar in der Schwetzinger Zeitung lesen – mit interessantem Kommentar. (Beides durften wir auf unserer Homepage veröffentlichen und steht Ihnen dort als Information zur Verfügung.)

Wäre so etwas auch bei uns möglich, mit nur einem Großunternehmer, in einer Branche mit hohem Konkurrenzkampf?

Die BI kämpft auf jeden Fall weiter „Für ein lebenswertes Philippsburg“.



Sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte,

Ihren Antrag zur Sperrung der Ortsdurchfahrt Rheinsheim für den LKW-Verkehr habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.

Gerade die SPD Fraktion ist doch ein Befürworter für die Ansiedlung eines gigantischen Logistikzentrums in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet. Damit haben sie doch ein klares Bekenntnis für mehr LKW-Verkehr in unserer Stadt abgegeben. Noch vor wenigen Wochen sind Sie gemeinsam mit ihren Gemeinderatskollegen der ULI und der freien Wähler im Zuge der Bürgerentscheide gegen die Gegner des Logistikzentrums zu Felde gezogen. Sie haben selbst davor nicht zurückgeschreckt, die Bevölkerung anzulügen und gegen die Bewohner am Walthersee aufzuhetzen, nur um die Ansiedlung des Logistikzentrums zu ermöglichen.

Wir wurden von Ihnen als schamlose Lügner, Schwarzbauer und Aufhetzer bezeichnet, nur weil wir auf die negativen Folgen der Ansiedlung eines Megalogistikers aufmerksam gemacht haben. Und nun befürchtet die SPD in Rheinsheim aufgrund der Sperrung der Speyerer Rheinbrücke plötzlich einen zeitlich begrenzten Anstieg des LKW Verkehrs. Wie soll man denn das bitte verstehen? Wir Anwohner in der unmittelbaren Nähe des Logistikzentrums müssen den Rest unseres Lebens aufgrund Ihrer Entscheidung im Gemeinderat mit einem massivem Anstieg des LKW-Verkehrs und den damit verbundenen negativen Auswirkungen leben!

Anscheinend ist man bei der SPD der Meinung, dass man nur die Rheinsheimer Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des LKW-Verkehrs schützen sollte. Die Philippsburger, Huttenheimer und insbesondere die Querulanten vom Walthersee sollen mal schön das Maul halten und die Abgase den Lärm und den Dreck, der durch den zusätzlichen LKW-Verkehr des Logistikers verursacht wird, ertragen.
Ich möchte sie deshalb fragen:
Sind wir Anwohner des Walthersees "Bürger zweiter Klasse"? Haben wir kein Anrecht auf saubere Luft, und einen lärmfreien Feierabend? Ist unsere Wohnqualität nicht schützenswert? Wo bitte bleibt ihr Engagement und ihre Solidarität für uns?
Gerne erwarte ich Ihre Antwort!

Freundliche Grüße
Gerd Immel


Marco Brückl sieht negative Auswirkungen auf die Enderlegemeinde So mancher Kritiker wird sich bestätigt fühlen. Nur etwas mehr als ein halbes Jahr läuft der – teilweise – Betrieb des riesigen Logistikzentrums der „21sportsgroup“ in der Vorpommernstraße, da wird er schon wieder nahezu eingestellt und ein Großteil der Belegschaft verliert seinen Job. Natürlich sind Unternehmen in der freien Wirtschaft stets Risiken ausgesetzt und das Abstoßen unrentabler Sparten gehört zum (traurigen) Geschäft. Doch „Hunderte neue Arbeitsplätze“ waren vor zwei Jahren versprochen worden, große Expansionspläne wurden im Rathaus und vor Pressevertretern angekündigt.

Auch wenn das Unternehmen offenbar insgesamt gut dasteht, sind die Auswirkungen der Umstrukturierung negativ. Gerade für neue Mitarbeiter, die erst mit dem Umzug des Unternehmens in die Enderlegemeinde ihren Job angetreten und vielleicht ihr ganzes Umfeld danach ausgerichtet haben, ist die Lage jetzt bitter, vielleicht auch existenzbedrohend.

Und für die Ketscher Anwohner ist eine Befürchtung eingetreten: Es bleibt unklar, welche Wege die Lieferanten des großen Logistikzentrums in Zukunft wählen werden – je nachdem, welche Zwischenmieter einziehen werden. Die Zusicherung, dass Transporte hauptsächlich über das DHLZentrum in Richtung Talhaus abgewickelt werden, scheint zumindest für längere Zeit hinfällig. Bleibt zu hoffen, dass die Auswirkungen der Umstrukturierung bei der „21sportsgroup“ für Ketsch nicht noch weitere Überraschungen bringen.


Mit freundlicher Genehmigung der Schwetzinger Zeitung / Hockenheimer Tageszeitung

// "21sportsgroup" in Ketsch: Hunderte Arbeitsplätze für die Region
Autor: Benjamin Jungbluth (beju) 24. April 2017

// Ketsch: Logistik der „21sportsgroup“ ruht vorerst
Autor: Benjamin Jungbluth (beju) 02. Februar 2019

// "21sportsgroup" in Ketsch: "Statt Niedriglöhnern viele Spezialisten"
Autor: Benjamin Jungbluth (beju) 26. April 2017



Die BI traf sich im Januar zur ersten Jahreshauptversammlung des Vereines.

In der Mitgliederversammlung wurde die Vorstandschaft entlastet und in ihren Ämtern bestätigt. Danach wurde das weitere Vorgehen in Sachen Logistikzentrum besprochen und skizziert.

Eine Mehrheit der Wähler hatte sich im Rahmen der Bürgerentscheide für uns und unsere guten Argumente entschieden – auch ohne Quorum.

Die „Logistikpolitik“ des Bürgermeisters und des mehrheitlichen Gemeinderates wurde abgewählt.

Das lässt uns in unserer Verantwortung, weiter aktiv zu sein (und den zukünftigen Gemeinderat auch).

Wenn wir unsere berechtigten Interessen vertreten sehen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass sich unter den neuen Gemeinderäten mehrheitlich Vertreter finden, denen unser Schutz und der unserer direkten Umwelt oberste Prioritäten sind.

Dafür lohnt es sich zu kämpfen!

Aktuell kämpft die BI um die Einsicht in diverse Gutachten. Diese Einsicht steht jedem Bürger im Rahmen des Landesinformationsfreiheitsgesetzes zu und kann auch nicht verweigert werden. Nach Auskunft des Landratsamtes befinden sich diese Gutachten beim Bürgermeister. Wir informieren Sie diesbezüglich weiter.

Interessant ist außerdem, dass bis jetzt noch keine Baufreigabe erteilt wurde.

Die BI wird auch in Zukunft weiterarbeiten:

„Für ein lebenswertes Philippsburg“ und eine Zukunft in unserer Stadt!

Das versprechen wir.



Jetzt Mithelfen & mitmachen!

Wer sich mit engagieren möchte, kann uns auch per E-Mail über info@lebenswertes-philippsburg.de erreichen oder über das offizielle Kontaktformular.
 
 
 

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